Mailand Stadtteile

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Brera


Nordwestlich der Piazza Scala liegt das stark verstrickte Brera Quartier, auch unter dem Namen “Cittadella dell’ Arte” bekannt. Seine engen Straßen aus Kopfsteinpflaster erinnern daran, dass Mailand nicht immer eine moderne Industriemetropole war.

Schon immer war Brera mit seinen Ateliers und Kunstgallerien ein Laboratorium unkonventioneller, bürgerlicher Kunst, heute an der Seite von Luxusläden und eleganten Bars. Sowohl am Tag wie auch am Abend, lohnt es sich durch die via Fiori Chiari, via Fiori Oscuri, via Ponte Vetero oder via Mercato zu schlendern. Von Largo Formentini in die via Madonnina abbiegend erreicht man die Kirche Santa Maria del Carmine aus dem 15. Jh., nicht weit davon der beeindruckende frühchristliche Komplex der Kirche San Simpliciano.

In via Brera, dem Herzen der Zone, findet man den gleichnamigen Palast aus dem 17. Jh., den Palazzo Brera. Hierbei handelt es sich um eine alte Jesuitenschule, die 1776 an die Akademie der Schönen Künste und andere Institutionen übergeben wurde. Dort haben so bekannte Künstler, wie der Maler, Lucio Fontana, und der Designer, Piero Fornasetti, studiert sowie der Bildhauer Marino Marini unterrichtet. Im Inneren findet man die große Kunstkollektion der berühmten Pinakothek (“Pinacoteca di Brera”) sowie die gleichnamige antike Bibliothek.

Weiter nördlich kommt man, fast ohne es zu bemerken, in das Gebiet von Corso Garibaldi und Corso Como, einer der Plätze von “milano da bere” (“ Mailand zu trinken”) und eine wichtiger Einkaufskreuzung.

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Duomo


Das historische Zentrum Mailands hat eine eher regelmäßige, rundliche Form, mit einem kompakten Baugefüge, typisch für mittelalterliche Städte. Sie ist nicht sehr gut ausgebaut und ein großer Teil ist für den Autoverkehr gesperrt. Ohne Frage ist hier die beste Entscheidung, diesen Teil zu Fuß zurück zu legen.

Der prachtvolle Dom wurde Anfang des 14Jh., zum Teil von französischen Arbeitern, begonnen. Seine gotische Form, überzogen mit weiß-rosanen Marmor aus Candoglia, beherrscht den großen, vorgelagerten Platz (“piazza del Duomo”), der überfüllt ist von Touristen, Händlern und Mailändern, die ihn auf dem Weg zur Arbeit jeden Morgen überqueren.

Diese imposante Kathedrale zählt 135 Turmspitzen und 3400 Statuen, und ist gekrönt mit der “Madonnina”-Statur, dem Symbol der Stadt.

Auf der Seite des Doms erhebt sich die beeindruckende Passage, “Galleria Vittorio Emanuele II”. Eine überdachte Passage aus einer Glas- und Eisenkonstruktion, die den Domplatz mit dem Scalaplatz (“piazza della Scala”) verbindet. Man nennt sie auch das “Wohnzimmer” Mailands. Die lange Passage wird von einer Kürzeren gekreuzt. Am Kreuzpunkt öffnet sich eine achteckige Halle mit einer transparenten Kuppel, ein wahrhaftiges Juwel der Bautechnik des 19Jh.

Der “piazza della Scala” dahinter, ist nach dem weltweit bekannten Opernhaus benannt. Die Scala wurde im 18 Jh. von dem Architekt Piermarini gebaut. Unlängst wurde sie nach Plänen von Architekt Mario Botta renoviert und umstrukturiert. Gegenüber der Scala befindet sich der Palazzo Mario, erbaut im 16 Jh. von Galeazzo Alessi, heute Sitz der Gemeinde.

Zurück auf dem Domplatz schaut man auf eine Seite des “Palazzo dell'Arcivescovado” und den ehemaligen Dogenpalast, heute der Königspalast (“Palazzo Ducale”), der im neoklassizistischen Stil von Piermarini, dem Architekt der Scala, umgebaut worden ist. Überquert man den Domplatz kommt man zur Via und “Piazzetta dei Mercanti”, mit dem “Palazzo della Ragione” von 1228, welcher der mittelalterliche Kern der Stadt ist und an das kommunale Zeitalter erinnert. Nicht weit von hier sind die via Speronari und Spandari mit ihren hochwertigen Lebensmittelläden. Vom Piazza Cairoli in Richtung Schloss verläuft die Fußgängerzone via Dante, welche zahlreiche Möglichkeiten für einen kleinen Imbiss und zum Einkaufen bietet.

Via Torino und Corso Vittorio Emanuel, beide vom Piazza del Duomo abgehend, aber in entgegengesetzte Richtungen verlaufend, sind von Jugendlichen im Kaufrausch bevölkert und bieten endlose Shoppingmöglichkeiten.

Schlendert man die Via Torino weiter, kann man die Kirche “Santa Maria presso san Satiro” bewundern, die 1476 von dem Architekt Donato Bramante erbaute wurde (mit Ausnahme der Fassade aus dem 19Jh.).

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Parco Sempione


Wenn man die Fußgängerzone via Dante entlang läuft, erblickt man die Umrisse des beeindruckenden Kastell Sforzesco. Es wurde im 14. Jh. an der damaligen Stadtgrenze Mailands von der Familie Visconti, den Machthabern dieser Zeit, erbaut und anschließend an die neuen Machthaber, die Sforza Familie, weiter gegeben. Im 19. Jh. wurde es, als es in der klassizistischen Zeit durch die Stadtausweitung zum Dreh- und Angelpunkt wurde, dann gründlich restauriert. Die Hauptbestandteile dieser Veränderungen fanden am Foro Bonaparte (dem halbrunden Bauvorhang der die monumentale Krone des Kastells bildet) und dem Parco Sempione, ursprünglich Piazza d'Armi, statt.

Geht man am großen Brunnen am Haupteingang des Kastells vorbei und durchquert dann den majestätischen Haupthof (also in Richtung Nordwest laufend), kommt man zum Parco Sempione. Er ist der größte Park Mailands: Auf Papier entworfen und mit einer gleichmäßigen Form ausgestattet, repräsentiert er eine wahre Oase der Ruhe und des Friedens mit Wasserflächen, Spazierwegen und weitreichenden Grünflächen, auf denen sich die Bevölkerung an sonnigen Sonntagen zum Fußball spielen oder gemeinsamen trommeln treffen.

Auf der Westseite des Parks liegt der eindrucksvolle Palazzo della Triennale aus dem 20. Jh., der heute das Designmuseum beherbergt, und der Branca Turm, entworfen von Architekt Giò Ponti. Nordwestlich vom Park zeigt der napoleonische Arco della Pace, der Friedensbogen, in Richtung Paris. Er ist umgeben von schicken Bars, immer überfüllt vom mailänder Nachtleben. An der Nordseite des Parks stößt man auf die schöne Arena, Arena Civica, errichtet unter napoleonischer Führung während der neoklassizistischen Epoche.

In der Nähe der Arena bietet via Piero della Francesca zahlreiche Läden, kunsthandwerkliche Werkstätten sowie günstige Cafés und Restaurants, an. Östlich stößt man auf das mailänder Chinatown, welches sich rund um die via Paolo Sarpi entwickelt hat und durchsetzt ist mit zahlreichen typischen Läden, alten Cafés und traditionellen Pizzerien. Nicht weit von hier ist der monumentale Friedhof, Cimitero Monumentale, ein touristisches Ausflugsziel wegen seiner unzählbaren, kostbaren Skulpturen und seiner Grabarchitektur, die die Pracht der bürgerlich-industriellen mailänder Familien feiert.

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Porta Garibaldi


Um die Zone Porta Garibaldi-Repubblica gibt es seit Ende des 2. Weltkriegs heiße Debatten in Bezug auf ihre Umgestaltung. Die gesamte interne Zone zwischen Corso Como und dem Isola-Viertel, in welchem man den Bahnhof Porta Garibaldi findet, wird radikalen städtebaulichen Veränderungen unterzogen.

Corso Garibaldi und Corso Como gehören zu den wichtigsten Straßen Mailands, auf denen man die guten Einkaufsmöglichkeiten und die mailänder “movida” genießen sollte.

Nördlich des Bahnhofs Porta Garibaldi liegt das Isola Viertel. Die Zugüberführung über die Gleise des Bahnhofs, bietet eine spektakuläre Aussicht über die Stadt. Isola ist ein Wohnviertel, mit einer starken Identität die durch die Durchmischung mit Mailändern und Emigranten, Künstler, Studenten und einer steigende Anzahl von Berufseinsteigern, kommt. Lohnenswert ist ein Besuch des Viertels am Samstag morgen, wenn der Wochenmarkt an der Piazza Lagosta stattfindet. Isola ist ein malerischer und preiswerter Stadtteil, der verschiedene Cafés und günstigen Gasthöfe (“trattoria”) anbietet.

Via Borsieri, Via Porro Lambertenghi und Piazza Minniti befinden sich im Herzen des lebendigen Viertels. Östlich davon ist der Hauptbahnhof (“Stazione Centrale”) positioniert. Er wurde in den 30er Jahren von einem alten Entwurf im assyro-babylonischen Stil von dem Architekten Stacchini gebaut.

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Porta Romana


Die Zone Süd bildet sich um eine der ältesten Achsen Mailands, den Corso di Porta Romana, der sich aus der zentralen Piazza Missori entwickelt und in die Piazza Medaglie d'oro verläuft. Dort erhebt sich das spanische Tor, Porta Romana, aus dem 17. Jh.. Der Corso läuft südöstlich in Richtung der alten via Emilia, die Straße welche Mailand und Rom verband. Im mittleren Teil von Corso di Porta Romana, in der Nähe von Piazza San Nazzaro, gibt es den wunderschönen Gebäudekomplex von Filerete della Ca'Granda aus dem 15. Jh., ein ehemaliges Krankenhaus das heute von der Universität Statale di Milano genutzt wird. Die Gegend bietet mehrere preiswerte Cafés an, in denen sich Studenten auf ein Kaffee, einen Aperitif oder eine Imbiss treffen. An der Piazza San Nazzaro, wo die gleichnamige Kirche steht, sollte man es nicht verpassen das Gebäck der Konditorei, pasticceria Panarello, zu versuchen. Weiter südöstlich, an der linken Seite des Corso gibt es die kleine via Orti( übersetzt die Straße der Gemüsegärten), deren Name daran erinnert, dass dieser Teil Mailands sich einst auf dem Land befand. Diese kleine Gasse bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Essen und Trinken an.

Weiter in der Zone porta Romana hat die Bocconi Universität, die angesehenste Mailänder Hochschule für Wirtschaftswissenschaften und Management, ihren Hauptsitz. In unmittelbarer Verlängerung trifft man auf den Park Ravizza, in dessen Nähe sich eine Reihe Baustellen befinden die eine weite Fläche von alten Lagerhallen in neue Bürokomplexe und Eigentumswohnungen umbauen; erwähnenswert hier die hohen Wohntürme von Architekt M. Fuksas.

Die Zone Süd beherbergt einige der besten Bars, Diskotheken und Lokale mit Livemusik, der Stadt. Obgleich es eine Menge Clubs und Bars gibt in denen man ein Nacht verbringen kann(eine erhöhte Anzahl um via Ripamonti und darüber hinaus), gibt es kein wirkliches Zentrum in dieser Gegend.

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Porta Ticinese


Die Zone Ticinese hat seinen Namen von dem gleichnamigen Corso di Porta Ticinese, die Straße die in Carrobbio entspringt und in der via Torino endet und südlich auf das Porta Ticinese zusteuert. Zwischen Carrobbio und dem Anfang des Corso kommt man an der Basilika San Lorenzo und ihren römischen Säulen (II Jh. n.Chr.), wahrscheinlich Fragmente eines antiken, römischen Bades aus der kaiserlichen Epoche, vorbei.

Der Corso läuft an dem langgestreckten und gewundenen Parco delle Basiliche lang, der sich zwischen der Kirche San Lorenzo und der Kirche Sant'Eustorgio ausdehnt, letztere eines der wichtigsten romanisch-gotischen Monumente der Stadt. Der Kreuzgang der Sant'Eustorgio Basilika beherbergt heute das Diözesane Museum (Museo Diocesano). Vom Inneren der Kirche ist es außerdem möglich die herrliche Portinari Kapelle von Solari aus dem 15.Jh. zu besichtigen.

Die Zone Navigli ist einer der Brennpunkte der mailänder Szene, die man in den Abend.- und Nachtstunden nicht verpassen sollte. Sie wird hauptsächlich von einem jungen Publikum besucht und hier findet man viele Läden und trendige Bars.

Neben dem Porta Ticinese, liegt Darsena, das große, künstliche Becken, das den Anfang (oder das Ende) der schiffbaren Kanälen Milanos markiert: die Navigli. Lange Zeit war es das Lieblingsziel der Künstler, Musiker und Dichter, die dieser Gegend ihre unkonventionelle Atmosphäre verliehen haben, die bis heute zu spüren ist. Auch wenn sich die alten Waschhäuser und Arbeiterwohnungen mittlerweile in Kunstateliers und Antiquitätenläden umgewandelt haben, blieben die alten Kähne, die an den Kanälen verankert waren, erhalten und wurden zum Anziehungspunkt (“dehors”) der Lokale mit Blick auf den Naviglio.

Jeden letzten Samstag im Monat findet auf den Straßen entlang des Naviglio Grande ein Antikmarkt mit zahlreichen Ständen statt. Wichtig zu wissen, dass die Verkaufsware genauen Kontrollen unterzogen wird, die die Qualität garantieren. (Zeiten von 9.00 bis 14.30 Uhr, Info unter: 02-89409971).

Südöstlich von Navigli, hinter der mit Graffiti angesprühten Fußgängerbrücke von Porta Genova, liegt das ehemalige Arbeiterviertel der via Tortona, ein Viertel aus Gebäuden mit Innenhöfen und Fabriken, heute reich an Läden, Ateliers und Designbüros. Ein unbedingtes Muss ist dort das teatro Armani, von dem Architekt Tadao Ando entworfen sowie die Stiftung Pomodoro, ein bedeutendes Beispiel an Widerbelebung industrieller Architektur. Während der jährlichen Innenarchitekturausstellung, Salone del Mobile, im April, beherbergt die Zone Tortona zahlreiche Showrooms und bietet Events und Feste bis in die frühen Morgenstunden an.

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Quadrilatero d'oro


In dieser Zone, umgangssprachlich auch “Montenapo” genannt, findet man die berühmtesten Modedesigner im Wettstreit um Selbstdarstellung.

Es ist eine der angesehensten Einkaufsgegenden der Welt und zeichnet sich durch seine “magische” Atmosphäre aus. Beim Sparziergang durch die kleinen Seitenstraßen zwischen via Montenapoleone, via Sant’ Andrea, via della Spiga und via Borgonuovo stößt man auf weitere erstklassige Modeläden mit den besten Designmarken “made in italy”.

Wenn man den Corso Venezia, der am Piazza San Babila entspringt vom Zentrum in Richtung Nordost weiter geht, streift man die herrlichen öffentlichen Gärten.

Diese Gegend besticht mit ihrem beeindruckenden architektonischen Wohnungsbau, mit Gebäuden aus dem Jugendstil und Neoklassizismus. Davon abgesehen findet man hier die renommiertesten Museen und Galerien, wie das Museum für Naturkunde (Museo delle Scienze Naturali) und das Planetarium, beide im Stadtpark liegend, das Museum für moderne Kunst (Gemälde und Skulpturen aus dem 19Jh), und den Pavillon der zeitgenössischen Kunst (PAC = “ Padiglione d’Arte Contemporanea”) in der via Palestro.

Der Corso Venezia endet mit einem neoklassizistischen Tor, dem Porta Venezia, inmitten des gleichnamigen Platzes. Jenseits des Tors, auf der gleichen Achse, liegt der Corso Buenos Aires, eine modere, ein Kilometer lange, Straße. Durch die Bebauungspläne des 19. und 20.Jh. wurde der Corso Buenos Aires zum Rückgrat der städtischen Entwicklung und ist heute eine der Geschäftsstraßen schlechthin.

Die Gegend um die Piazza Lima wird immer bekannter für seine eleganten Straßen, ethnischen Restaurants und hippen Bars.

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San Babila


Das Viertel von San Babila, in seinem heutigen Zustand, ist das Resultat bedeutungsvollen Transformationsprozessen Mailands zwischen der faschistischen Periode, vor dem zweiten Weltkrieg, und dem Wiederaufbau der fünfziger und sechziger Jahre. Der westlichste Bereich mit seinem gleichmäßigen Straßennetz und den breiten, bepflanzten, Straßen ist das Ergebnis städtebaulicher Planung zwischen dem 19. und 20.Jh., das Mailand zur Expansion führte. Um den faschistisch geprägten Piazza San Babila findet man bekannte Showrooms von innenarchitektonischem Wert, besonders zu erwähnen in: Via Durini, Corso Monforte und Porta Vittoria. Nicht weit von hier gibt es ein weiteres Beispiel faschistisch geprägter Architektur, das beeindruckende Gerichtsgebäude (Palazzo di Giustizia). Hinter ihm erheben sich die Gebäudekomplexe der Rotonda via Besana, der Umanitaria und der Santa Maria della Pace.

Am Ende des Corso di Porta Vittoria, in Richtung Osten, öffnet sich die Piazza Cinque Giornate die mit ihrem Monument an den fünftägigen Kampf zur Befreiung Mailands von Österreich im Jahre 1848 erinnert. Nordöstlich des Platzes, um den Piazza Tricolore und Piazza Risorgimento, kann man elegante Straßen finden, die auf eine einfache, jedoch wohlhabende Nachbarschaft, gesprenkelt mit interessanten Läden, Cafés und Restaurants, hinweisen.

In der Nähe von den öffentlichen Gärten (“Giardini Pubblici”) befinden sich beeindruckende Gebäude, die zu den schönsten Beispielen der Architektur des frühen 20.Jh. gehören. Unmittelbar an Via Mozart und Via Serbelloni findet man die Villa Necchi Campiglio, von P.Portaluppi und das Sola-Busca Haus, mit Skulpturen von Adolfo Wildt.

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Sant’Ambrogio


Die Zone Magenta, benannt nach dem Corso Magenta, ist Teil des kompakten Stadtbereichs der charakteristisch für das Zentrum Mailands ist. Corso Magenta ist die Hauptachse und verläuft ost-westlich vom Stadtzentrum nach Magenta-Novara, in Richtung Turin. In der Nähe der prachtvollen Kirche Santa Maria delle Grazie, mit seiner Kuppelverkleidung von Bramante, findet man Leonardo da Vinci's Letzte Abendmahl (“ultima cena”). Ein paar 100 Meter entfernt, stößt man auf die Basilika Sant'Ambrogio, Prototyp romanisch-lombardischer Architektur, die man unbedingt besichtigen sollte.

Hinter der Basilika bilden die eigenen Klöster das Kernstück der katholischen Universität, Universita’ Cattolica del Sacro Cuore.

Im Quartier um den Corso Magenta, hauptsächlich nördlich der Straße, gibt es die schönsten Wohnungsbauten Mailands.

Am Piazza Cardorna, auf den gleichnamigen Bahnhof schauend, sieht man eine Skulptur von Claes Oldenburg mit dem Namen “Nadel, Faden und Knoten” die den Wunsch Mailands unterstreicht, nicht nur Industriestadt, sondern auch Stadt der Künste zu sein.

Die Zone, die sich von hier bis zum zentralen Piazza Cordusio ausbreitet, ist der traditionelle Hauptsitz der Finanzen, mit zahlreichen Bars voll mit jungen Bankern.

In Richtung Süd und West vom Corso werden die Lokale legerer und sind Anlaufpunkt für die Studenten der katholischen Universität.

Den Corso Magenta in westliche Richtung weiterlaufend, über den Pizzale Baracca, erreicht man den Corso Vercelli. Eher modern und hektisch repräsentiert er, zusammen mit dem Corso Buenos Aires, eine der wichtigsten Einkaufsgegenden Mailands: zahlreiche Bars, Feinkostläden und Nobelläden zeigen sich sehr lebhaft und ansprechend. In der Nachbarschaft liegt die via Marghera, abgesehen von interessanten Kleidergeschäften, gibt es hier hervorragende Eisdielen, wo man das ausgezeichnete, italienische “gelato” kosten kann.

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